Reise nach Costa Rica im November 2000

 

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Im November 2000 waren wir in Costa Rica - das kleine Land in Mittelamerika ist wirklich wunderschön.  Details zum Land können Interessierte ja in jedem Reiseführer nachlesen, darüber muss ich hier nicht auch noch schreiben.

Was man nicht nachlesen kann, das sind Eindrücke und davon habe ich eine ganze Menge gehabt - ein paar davon hier :
- ich reise viel, aber so viel verschiedene Grün's wie im Urwald von Costa Rica habe ich noch nie gesehen : das tut der Seele richtig gut

 


- wer seine Poren reinigen möchte, muß unbedingt eine Tour durch den Parque National Corcovado im Süden machen, im ganzen Leben habe ich noch nicht so geschwitzt

- der Corcovado kommt einem stinknormalen Mitteleuropäer vor wie eine andere Welt (viel primärer Regenwald ist noch zu sehen und zu fühlen), ich stand im Dschungel und habe jeden Moment darauf gewartet, das ein Dino um die Ecke gefegt kommt

- für meinen Geschmack waren die Beschreibungen in diversen Reiseführern zu euphorisch, im Großteil des Landes ist die tolle Natur schon nicht mehr zu sehen - jeder der das noch hautnah erleben möchte, muß sich mit einem Besuch beeilen

- unbedingt empfehlenswert ist auch ein Besuch der Vulkane des Landes;

der Krater des Vulkans Poas ist ein touristisch voll erschlossenes Ausflugsziel, vom Kraterrand schaut man in einen See mit rauchender, türkisblau-grün-gelblich schimmernder Schwefelpampe. Man bekommt ein unheimliches Gefühl für die schlummernde gewaltige Kraft, die darin steckt, wie ein Tiger kurz vor'm Sprung.



- der Vulkan Arenal ist seit 1999 mal wieder sehr aktiv, alle 2-3 Minuten spuckt er glühende Lavabrocken. Am Aussichtspunkt stehend, sieht man bei guter Sicht (die allerdings sehr selten ist) tonnenschwere Brocken wie Legosteine mit einem ohrenbetäubenden Lärm den Berg hinunterhüpfen

- ein echt witziger Zeitvertreib ist ein Bad in den heißen Quellen des Rio Tabacon am Fuße des Arenal - der Eintritt ist leider teuer, aber am Abend in einem Becken mit fließendem, badewannenheißem Wasser sitzen und mit Reisebekanntschaften schwatzen und Bier trinken ist einfach genial ; und mit etwas Glück kann man die glühende Spitze und kleine Eruptionen des Arenal sehen (leider war bei uns der Himmel voller Wolken)

- der drittschönste Strand der Welt soll sich laut Reiseführer im Nationalpark Manuel Antonio befinden; dieser Strand sieht bei bewölktem Himmel ziemlich normal aus. Aber wenn die Sonne durchkommt, sitzt man atemlos vor der Kulisse dieser Bucht - wunderschöner weißer Sandstrand vor türkisblau strahlendem ruhigem Meer, am Rand vom Dschungel und von wildromantischen Felsen gesäumt. Wirklich umwerfend, aber wenn man das nicht gesehen hat, wirkt die Beschreibung kitschiger als jede Postkarte

- die Tierwelt von C.R. ist launisch, sie zeigen sich nicht jedem - wer also erwartet, dass ihm dort alle paar Meter ein Jaguar oder ein Affe oder ein seltener Vogel oder ein schöner Schmetterling oder sonst eins der exotischen Tiere aus dem Reiseführer über die Füße läuft, wird enttäuscht (oder auch nicht)

- fast zum Schluß leider noch ein Wermutstropfen - wer mit kleinem Budget und geringen Spanischkenntnissen durch's Land kommen will, ist hier eindeutig fehl am Platze. Die Preise für's Essen in einem Restaurant sind ungefähr wie hier in Deutschland. In den Lokalen der Ticos - Soda - kann man das Essen zwar noch bezahlen (pro Mahlzeit ungefähr 3-4 EUR) aber ehrlich - ich kenne keinen Mitteleuropäer, der sich drei Wochen von Reis mit schwarzen Bohnen ernähren kann und will. Ich frage mich auch, wie die Costaricaner (oder Ticos, wie sie sich nennen) bei einem monatlichen Durchschnittsverdienst von ca. 300-400 USD sich überhaupt was leisten können, denn in C.R. gibt es keine 'Touristenpreise', das heißt auch die Einheimischen bezahlen die horrenden Preise für alle Dinge des täglichen Lebens.

- der Abschlußtip : nach drei Wochen mit viel Reis und Bohnen, oder Bohnen und Reis, oder Reis mit Hähnchen und Bohnen, oder gebratenem Hühnchen oder ...u.s.w. u.s.f. : vorm Abflug einen Tag im gemütlichen Alajuela (in der Nähe - ca. 6 km - vom Flughafen) verbringen und zum MC Donalds schlemmen gehen - ihr werdet es lieben (das habe ich sogar als eingefleischter MC Donalds Kritiker getan).

 


 


   

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