Reise nach Indonesien - Dezember 1999

             

Indonesien ist mit seinen 17.000 Inseln ein Reiseziel, dem man sein ganzes Leben widmen kann.
Die bekanntesten Inseln sind sicher Sulawesi, Kalimantan (Süd-Borneo) und Java.
Aber auch Bali ist wegen seiner traumhaften Touristenziele allseits bekannt.

 

BALI

Gleich zu unserer Ankunft auf Bali durften wir an einem für Touristen seltenen Ereignis teilnehmen.
Odalan ist ein Tempelfest und eine der häufigsten Zeremonien auf Bali (allerdings nur für Einheimische).
Das Fest wird einmal während des balinesischen Jahres - am Jahrestag der Einweihung des Tempels - gefeiert.
Für die Dorfbewohner bedeutet ODALAN eine Feier, die einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang dauert.
Das ganze Dorf ist an diesem Tag des Betens, Fastens und des Vergnügens bis in die frühen Morgenstunden des folgenden Tages beteiligt.
Während des ODALAN-Tages werden von morgens bis abends Pyramiden aus Früchten, Kuchen und Blumen zum Tempel getragen.
Hier werden sie von einem Priester gesegnet und drei Tage lang aufbewahrt.
Anschließend werden sie wieder nach Hause getragen und verzehrt
Wir waren dort zwischen ca. 500 Balinesen nur 5 Touristen und haben einige Stunden an diesem Fest teilnehmen dürfen - dies war ein unvergessliches Erlebnis.

 

Dieses Foto entstand an einem Vulkansee.
Zu sehen ist der Tempel Pura Ulun Danu, der der Seegöttin Dewi Danu gewidmet ist, die das Wasser für den Reisanbau zur Verfügung stellt.
Der Tempel ist von einem großen Garten mit Blumen umgeben und einige Schreine sind direkt am Wasser erbaut und scheinen wie Flöße im See zu treiben - ein bemerkenswerter Anblick!

 

 

Das war bei uns im Hotel eine Aufführung des Barong-Tanzes (eine bessere Bezeichnung wäre vielleicht Tanzdrama), der im Rahmen einer Tempelzeremonie aufgeführt wird.
Es handelt  sich um eine Art tänzerisches Exorzismus-Ritual. Thema des Barong-Tanzdramas ist die Wiederherstellung der Balance zwischen Gut und Böse, das Ringen um den Ausgleich zwischen den Dualitäten des Lebens, und der Kampf zwischen Ordnung und Chaos.
Auf der Tanzbühne gleicht das Barong-Drama mehr einem farbenfrohen musikalischen Lustspiel (mit deutlichen Slapstick-Einlagen).
Trotzdem sind auch diese Vorführungen sehenswert und Sie sollten es nicht versäumen, sich während Ihres Aufenthalts auf Bali eine anzusehen.

Auch das meist fotografierte Motiv in Asien findet man auf Bali. Das Heiligtum Tanahlot ist direkt aus einem Felsen gehauen, der Zugang zum Tempel ist bei Flut überspült.
Die Balinesen schmücken den Tempel an Feiertagen mit bunten Fahnen und reinigen sich in den Fluten am Fuße des Felsens.
Ein Sonnenuntergang hinter der Kulisse des Tempels Tanahlot gehört zu den schönsten Anblicken weltweit.

Das intensivste Landschaftsbild auf Bali sind die leuchtend grünen Reisterrassen. Die kann man so ziemlich überall in Richtung des Landesinneren sehen. Sie prägen massgeblich das Landschaftsbild von Bali und liegen im Hochland oftmals inmitten von Kokospalmenwäl

Bali wird oft die "Insel der 10.000 Tempel" genannt und das ist keine Übertreibung. Zunächst einmal hat jedes einzelne Dorf mindestens 3 Tempel: den Pura Desa, wo Tempelfeste gefeiert werden, den Pura Dalem für die Göttin des Todes und den Pura Puseh, der den Göttern des Himmel gewidmet ist. Auch sonst finden sich überall Tempel, auf den Bergen und in den Tälern, in den Reisfeldern (das sind kleine Schreine für die Reisgöttin) und am Meer und jeder Tempel ist anders.


LOMBOK

Lombok ist meiner Meinung nach der Tip für Indonesienreisende schlechthin.
Wer nach dem touristischen Overkill auf Bali einfach mal nur Mensch und nicht nur "Devisenbringer" sein will, kann sich das nicht entgehen lassen. Nicht das Bali nicht wunderschön wäre, aber wer keine Lust hat das Paradies mit Millionen von Menschen zu teilen, muß weiter nach Lombok. Dort findet man noch einen grossen Teil Natürlichkeit (bei der Natur und auch bei den Menschen) die es auf Bali leider nicht mehr gibt.
Wir haben dort richtig nette Menschen kennengelernt, die uns auch ein bisschen von ihren täglichen Sorgen und Nöten erzählt haben.
Der liebste Mensch dort überhaupt, das war Anna-Maria, eine Dame um die 70, die ein paar Jahre in Deutschland gelebt hat und nun ihre Wahlheimat (sie kommt von Yogijakarta) speziell den Deutschen näherbringen möchte.
Bei uns ist ihr das gelungen, wenn wir noch einmal die strapaziöse Anreise auf uns nehmen - wir haben einfach mit xmal umsteigen um die 30 Stunden gebraucht - dann werden wir bestimmt Lombok noch einmal einen Besuch abstatten und mehr Zeit mitbringen.
Auf Lombok gibt es viele kleine Buchten mit weißem oder auch schwarzem Sand vor tiefblauem Meer - im Unterschied zu Bali sind sie hier menschenleer.
Zwischen den Buchten überall Hügel mit paradiesischen Ausblicken, z.B. von der Insel Lombok direkt auf die Nachbarinsel Bali, in den Wolken erkennt man von der richtigen Stelle aus den höchsten Vulkan von Bali, den Gunung Agung.
Lombok hat meiner Meinung nach die schöneren Strände und ist eine weit geringer entwickelte Insel als Bali - man findet hier aber viel mehr Ruhe und Einblicke in das Leben der einfachen Menschen.
Die weißen Sandstrände bei Senggigi im Westen und bei Kuta im Süden, die drei der Küste vorgelagerten Koralleninseln Gili Air, Gili Meno und Gili Terawangan, der Mount Rinjani und die traditionellen Dörfer machen einen Ausflug nach Lombok zu einer lohnenden Abwechslung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen zu Bali                                                                                  Informationen zu Lombok

 

 

 


   

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