Mauritius - Die paradiesische Insel
Reise im M�rz 2002

 

  
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Durch die geographische Nähe der Insel zu Madagaskar sieht man auf Mauritius auch einen Großteil der Flora und Fauna von dort.
In fast jedem der zahlreichen touristischen Anlaufstellen findet man ein Gehege mit den Riesenschildkröten von Madagaskar.
Diese überaus faszinierenden Tiere werden bis zu 100 kg schwer und alt wie Methusalem.
Sie kann man streicheln und füttern, wenn sie gerade Lust auf frisches Grün haben.
Man kann sich bei ihnen aber auch das richtige Urlaubsfeeling und das richtige Urlaubstempo abgucken, wenn man ihnen einfach bei ihren Entspannungsübungen (ggg*) zusieht.

Im Süden der Insel liegt der La Vanille Crocodile Park - einen Besuch sollte man unbedingt einplanen.
Auf Mauritius gibt es keine "gefährlichen Tiere - weder giftige Schlangen, noch giftige Spinnen oder sonstiges.
Auch Krokodile waren dort unbekannt, bis die Gründer des wunderschönen Tier- und Naturparkes 4 Tiere aus Ägypten importierten.
Diese Nilkrokodile waren der Stamm der heutigen großen Population, die Tiere kann man dort in allen Entwicklungsstadien bewundern - bis hin zum Endprodukt in Form von Taschen und Schuhen im Laden vorm Eingang.
Die mittägliche Fütterung der Krokos ist ein Riesenspektakel für jung und alt, aber auch eine Schildkröten-Aufzucht-Farm, verschiedene Vögel, Affen, Echsen und andere Tiere kann man dort besichtigen.
Auch eines der weltweit schönsten und artenreichsten Insektarien findet man mit ein bisschen Mühe.
Nach all den Tieren kann man sich im Schatten eines traumhaft angelegten Biotop-Pfades bei einem ca. 1/2 ständigen Spaziergang entspannen - für Fans wirklich etwas besonderes.

An der Ostseite von Mauritius ist die paradiesische Insel Ile aux Cerfs zu finden. Zu dieser Insel verkehren regelmäßig Fähren, denn nicht nur die Touristen lieben dieses traumhafte Stückchen Erde, auch die Mauritianer schätzen diese Insel als Picknickplätzchen.
Trotzdem ist es dort fast nie voll, bei einem Spaziergang am Strand entlang findet man immer eine einsame Bucht oder aber in die andere Richtung Anlegestellen für Speedboote, Parasailing oder Wasserski - also für jeden Geschmack etwas.
Um sich in die Strände der Ile aux Cerfs zu verlieben braucht man aber sicher keinen Anreiz - die Farben wird man sein Leben lang nicht vergessen.

Der botanische Garten von Pamplemousse im Norden von Mauritius ist mit seinen riesigen Wasserrosen aus dem Amazonasgebiet ein Markenzeichen der Insel im Indischen Ozean.
Diese Wasserrosen zieren jeden Reiseführer über dieses wunderschöne Fleckchen Erde und sind schon eine Kuriosität an sich.
Die Blätter werden bei permanenten Temperaturen über 35 °C bis zu drei Metern groß und tragen mit Leichtigkeit das Gewicht eines zweijährigen Kindes.
Fällt die Temperatur unter 35 ° schrumpfen die Blätter bis auf ca. 1,50 Meter. Aber nicht nur die Wasserrosen von Pamplemousse sind unbedingt einen Besuch wert, auch sonst bietet der botanische Garten eine Fälle von wunderschönen Pflanzen.
Wer die Wunder dieses Parkes (Eintritt kostenlos) entdecken möchte, sollte sich jedoch einen Führer (alle sprechen französisch und englisch - manche auch deutsch und italienisch) nehmen - Kosten pro Person ca. 2 Euro + wohlverdientes Trinkgeld.

 


An der wildromantischen Südküste von Mauritius kann man zwar wegen der starken Strömungen nicht baden, jedoch bietet der Süden der Insel hinter jeder Kurve atemberaubende Kulissen.
Man sieht mit Blickrichtung auf das Meer kilometerweit die vorgelagerten Riffe, mit Blickrichtung auf die Landseite entdeckt man für deutsche Verhältnisse außergewöhnliche Straßenführungen.
Dieser Aussichtspunkt an einer Bucht ist in einem dreiminütigen, etwas abenteuerlichen Aufstieg zu erreichen, der Ausblick ist jedoch grandios und entschädigt auf jeden Fall für die geringe Mühe.

Mauritius wird von den Einheimischen Ile Paradis genannt und macht seinem Kosenamen alle Ehre.
Auf Mauritius findet man einen der schönsten Strände der Welt - bei der auf der Ostseite vorgelagerten Insel Ile aux Cerfs.
Dort spaziert man an den typischen Postkartenstränden mit türkisblauem Wasser, weißem Sandstrand, viel Grün, strahlendblauem Himmel und einer wunderschönen Hintergrundlandschaft entlang.
Von diesem Anblick kann man sich nur schwer losreißen.

Mauritius ist vulkanischen Ursprungs.
Überall auf der Insel sieht man noch die Überreste der von Wind und Witterung abgeschliffenen, teils sehr malerischen Vulkankegel.
Durch diese Erhebungen, an denen sich die Wolken fangen, wird Mauritius regelmäßig mit Regen versorgt - dichte Vegetation mit schier unglaublich vielen verschiedenen Grüntönen und eingelagerten Flüßchen und Wasserfällen ist eine Wohltat für die Augen (besonders wenn man im März aus Mitteleuropa anreist, kann man sich schier nicht satt sehen).

Mit seinen 1865 qkm ist Mauritius kleiner als das Saarland oder auch nur etwa halb so groß wie Mallorca.
Daher hat man von den meisten Stellen im Inneren der birnenförmigen Insel wunderschöne Panoramablicke auf die umlegenden Küsten mit herrlichen Buchten, viel Grün im Landesinneren und auf das fast die ganze Insel umspannende Riff.
Mit seinen ca. 1,2 Millionen Einwohnern (davon beträgt der Anteil der unter 14jährigen immerhin 30 Prozent!) ist Mauritius nicht allzu dicht besiedelt, die Städtchen liegen malerisch in die Landschaft eingebettet.

 Am Anfang unseres Urlaubes Mitte März war es zwar wunderschön warm, aber wir haben die Sonne nicht sehr oft gesehen.
Schon beim Hinflug musste unser Flieger einen Umweg über halb Afrika machen, da in der Nähe von Madagaskar (ca. 890 km von Mauritius entfernt) ein Taifun tobte.
Die Ausläufer dieses Taifuns sorgten dann unsere ersten zwei Urlaubstage für viele Wolken und ziemlichen Wind.
Trotzdem war es vom Klima her sehr angenehm und wir haben uns durch die Wolken hindurch einen heftigen Sonnenbrand geholt.
Von unserem Badestrand vorm Hotel an der Südküste gibt es bis zum Südpol hin kein weiteres Land - irgendwie irre.
Die Farben auf der kleinen Insel im Indischen Ozean sind daher wunderschön, Eingeweihten zufolge kann man diese tollen Farben aber nur zu ganz bestimmten Tageszeiten auch mit dem Foto einfangen.
Ich habe es probiert, die schönsten Fotos kriegt man zwischen 10 und 11 Uhr Ortszeit, der Stand der Sonne ist dann optimal.

Viele Buchten findet man an der wildromantischen Südküste der Insel.
Durch das glasklare Wasser erkennt man jeden Stein auf dem Grunde des Indischen Ozeans.
Bei einer Fahrt entlang der Südküste hat man nach fast jeder Straßenbiegung tolle Ausblicke, die beliebtesten Aussichtspunkte sind trotzdem so gut wie immer menschenleer.
Es lohnt sich auf jeden Fall auf Mauritius ein paar Ausflüge einzuplanen, den es ist eine traumhaft schöne Insel.

Die Sonnenuntergänge sind auf Mauritius sehr schön.
Dadurch, das es so gut wie immer ein paar Wölkchen und oft wunderschöne Wolkenformationen am Himmel gibt, bietet jeder Sonnenuntergang ein herrliches Farbspektakel am Himmel.
Durch seine geografische Lage ca. 3 Flugstunden unterhalb des Äquators dauern die Sonnenuntergänge nur ca. 20 Minuten bis eine halbe Stunde, dann erscheinen am Himmel ein schier unglaubliche Anzahl von Sternen - noch nie habe ich so viele Sterne mit bloßem Auge gesehen.

Die ganze Insel ist von kleineren Flüsschen bedeckt - einen richtig großen Strom findet man hier garantiert nicht.
Dafür entdeckt man an den unmöglichsten Stellen kleinere Wasserfälle und an den Küsten unzählige Buchten, die z.T. mit urwaldartigem Wald bewachsen sind. Mauritius ist, wie man sieht, eine sehr grüne Insel und die vielen Wasserfälle und Stromschnellen sorgen immer wieder für klasse Fotomotive.


Auf der ganzen Insel sieht man alte englische Herrenhäuser aus der Kolonialzeit stehen.
Die Geschichte von Mauritius ist, so wie diese architektonischen Überbleibsel, ziemlich interessant.
Es waren dort schon die Araber, die Portugiesen, die Franzosen und die Engländer als Kolonialherren.
Das hat heute zur Folge, dass die von den Portugiesen geholten billigen Arbeitskräfte aus Indien den Großteil der Bevölkerung stellen und damit die Kultur prägen, die Küche und das Lebensgefühl von den Franzosen übriggeblieben sind und Moscheen und englische Herrenhäuser in jeder Stadt zum Stadtbild gehören.
Am interessantesten finde ich persönlich aber die Sprachzusammenstellung: bei den meisten Indomauritianern wird zu Hause ein hinduistischer Dialekt gesprochen, die Schulsprache in der Grundschule ist französisch, die Schulsprache in den weiterführenden Schulen ist je nach Schule entweder französisch oder englisch und die Amtssprache ist englisch.
Das mauritianische Fernsehen hat drei Sender - einen in Französisch, einen auf dem das Progamm aus hinduistischen oder auch chinesischen Fernsehserien mit englischen Untertiteln besteht und einem auf dem meistens, aber nicht immer, in englisch mit entweder französischen, indischen oder chinesischen Untertiteln gesendet wird - ich schwöre Euch, ein Fernsehabend auf Mauritius wird zu einem echten Erlebnis - je nach Programm entweder ein Brüller oder ein Horrortrip !

 

Einen netten Emu-Kollegen (besser gesagt Kollegin) habe ich im Casela Bird Park im Südwesten von Mauritius getroffen.
Ein kleiner, aber feiner Vogel- und Tierpark mit fast 300 Vogelarten, der wunderschön angelegt ist.
Da dieser Park noch nicht in jedem Reiseführer verzeichnet ist, ist es dort recht ruhig und nicht so überlaufen.
Die Tiere sind daher recht entspannt und noch furchtbar neugierig - diese junge und kleine ("erst" ca 1,50 m) Emu Dame hat mir fast meine Nikkon Coolpix aus der Hand gefressen.

 

Der Eiffelturm steht in Paris ? richtig ? Falsch, es steht noch eine Mini Ausgabe auf Mauritius.
Im Vorgarten eines alten englischen Herrenhauses in Curepipe im Herzen von Mauritius rostet dieses Modell stimmungsvoll vor sich hin.
Wenn ich das mit einem starken französischen Akzent vermischte Englisch unseres Taxifahrers richtig verstanden habe, dann hat Monsieur Eiffel dieses Modell als Vorbild und als Statik -Testmodell für seine "große" Ausgabe entworfen und auf Mauritius gebaut.


 


 Informationen zu Mauritius

 

 

 

 

 

 

 

 

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