Reise nach Sri Lanka im Dezember 1997


 

 

Die Perle im Indischen Ozean

 

Den Namen, den die Engländer der Insel einstmals gegeben haben,  hat Sri Lanka wahrhaftig verdient - dort kann man außer Schnee und Wüsten alles finden, was Naturliebhaber begehren.
Wir haben uns eine Rundreise gegönnt und das war wirklich ein Glücksgriff.
Man bekommt alle schönen Kultur- und Naturdenkmäler der Insel gezeigt, es wird alles aus dem Leben und von den Problemen der "Ceylonesen" erzählt und wir hatten trotzdem noch Gelegenheit etwas abseits der Touristenpfade die Menschen dort kennenzulernen.

Es wird aufgrund der Unruhen zwischen den Tamilen und den Singhalesen von Besuchen mancher Gegenden und Kontakten zu nicht anerkannten Reisebüros abgeraten, daher sollte man sich bei der Planung "wohin auf eigene Fraust" an die Empfehlungen der Reiseleiter unbedingt halten.
Aber wir haben es gewagt und sind mit einem Fischer aus dem Dorf in der Nähe des Badehotels losgezogen - eine schöne Tour, auf der wir dann einen einheimischen Fischmarkt in der Morgendämmerung besucht haben, zu einer damals noch privaten Schildkrötenaufzuchtfarm Zutritt bekamen und uns die abgelegensten Buchten gezeigt wurden.
Der Ausflug war wunderschön, aber da der Fischer nicht besonders gut englisch konnte, nicht sehr informativ.
Es wird jedoch von den Reiseveranstaltern davon abgeraten, mit den "Beach Boys" auf eigene Faust loszuziehen - jeder sollte sich daher des Eigenrisikos bewusst sein.
Nicht das die Ceylonesen etwa nicht liebenswürdig, nett und ausgesprochen gastfreundlich sind - leider sind viele jedoch unsagbar arm und für die meisten Einheimischen ist jeder Tourist ein reicher Mann, da er sich diesen Urlaub leisten kann.
Gitta hat sich einen Sari gekauft (dieses wunderschöne indische Wickelgewand für Frauen) und mußte sich beim ersten Anziehen von einer Ceylonesin helfen lassen.
Die war natürlich gern bereit - Sri Lankaner sind sehr liebenswürdig und wir haben uns bei der Anprobe dann unterhalten und ihr gesagt, dass auch wir nicht zu den reichen Leuten zählen - damals hatten wir ein ganzes Jahr auf diesen Urlaub hin gespart.
Die Frau fragte uns, was der Urlaub gekostet hat und nach einigem Nachdenken erklärte sie uns, dass sie 18 Jahre lang ihren gesamten Monatslohn  auf die Seite legen müßte.
Wir haben dann auch erfahren, was die "normalen" Menschen in den Küstendörfern so verdienen - im Schnitt zwischen 30 und 50 US Dollar im Monat und das Geld muß oft für eine ganze Familie reichen.

 

 

Die sicherste Art, durch Sri Lanka zu reisen, ist daher meiner Meinung nach immer noch eine geführte Rundreise mit einem erfahrenen Reiseleiter.
Der wußte immer ganz genau, wo er mit seinen Schäfchen ohne Probleme hinfahren konnte und konnte sogar den nächsten Regenguss (wir waren in der Regenzeit dort) ziemlich genau voraussagen.

 

 

Die für unsere Reisevorstellungen perfekte Kombination haben wir hir kennengelernt - eine Woche Rundreise und anschließend ab ins Badehotel und dort dann noch ein oder zwei Ausflüge mitmachen.

 

 

Bei der Rundreise sind wir in den Norden Sri Lankas gekommen und haben dann auch das Inland von Sri Lanka besucht.

 

 

 

 

 


Auch wenn aufgrund der immer wieder ausbrechenden Kämpfe viele Menschen Angst vor Reisen nach Sri Lanka haben, müssen wir feststellen, dass wir uns noch nie so beschützt gefühlt haben.
Denn die Tourismusmanager haben erkannt, das die Touristen Geld ins Land bringen und kümmern sich auch dementsprechend um die Leute.
Es gab zwar auch in unserer Gruppe Leute die sich aufgeregt haben, weil im Norden und in Colombo überall Soldaten mit Gewehren herumstanden und wir (so wie alle Besucher) durchsucht worden sind, aber lieber lasse ich mich, so wie auch alle Einheimischen, kontrollieren, als das ich einem Terroranschlag zum Opfer falle. 

 

 

 

 

 

 

Mein ganz persönliches Highlight von Sri Lanka habe ich in den Teeplantagen, für die dieses Land berühmt ist, erlebt.
Tee war bis dahin für mich ein Getränk, dem ich nicht viel abgewinnen konnte.
Höchstens mal, wenn ich krank war, habe ich mir eine Tasse Tee unter Mühen heruntergewürgt.
Angekommen in Sri Lanka war ich nach dem langen Flug (ca. 12 Stunden) ziemlich kaputt und als ich im ersten Rundreisehotel gefragt wurde, ob ich Tee oder Kaffee möchte, habe ich mich aus für mich unerfindlichen Gründen für Tee entschieden.
Und ich war mehr als überrascht, der schmeckte absolut genial !!!
Na gut dachte ich, bist vielleicht kaputter, als Du selbst gedacht hast, oder vielleicht haben die eine ganz besondere Mischung.
Schließlich war dieses kleine Land ziemlich lange ziemlich lange eine Kolonie der Engländer und die sind ja schließlich für ihre Vorliebe zum Tee bekannt.
Bei der Rundreise habe ich dann in jedem Hotel Tee getrunken - morgens, mittags und abends, und der schmeckte überall so phantastisch.
Auf einer Teeplantage habe ich dann gesehen, dass es keine besondere Mischung war, die in den Hotels serviert wurde - der Ceylontee ist wirklich, auch ohne alle Zusätze so gut.
Uns wurde dann erklärt, wie man Tee am besten zubereitet und wir haben gleich mal 1 Kilo eines guten Tees mit nach Hause genommen.
Seitdem geh�rt eine gute Tasse Tee an einem gemütlichen Abend mit zu dem schönsten, was wir uns vorstellen können.

 

 

Wenn ich heute Bekannte treffe, die nach Sri Lanka fahren, bitte ich sie immer darum, mir Tee von dort mitzubringen.
Hinfliegen möchten wir zwar auch gerne noch einmal, aber erst mal gibt es vorher noch so vieles anderes zu entdecken, das ich einen zweiten Besuch dort in den nächsten Jahren nicht einplane.

 

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